Im Kino: „Suffragette: Taten statt Worte“

„Jede Tocher sollte diese Geschichte kennen, jeder Sohn sollte sie in seinem Herzen tragen“, sagt Meryl Streep. Die dreifache Oscar-Preisträgerin und Hollywood-Ikone spielt in dem Film „Suffragette. Taten statt Worte“ die Ikone Emmeline Pankhurst, die Anführerin dieser 1903 gegründeten bürgerlichen Frauenbewegung aus Großbritannien, die neben dem Wahlrecht für die allgemeine Gleichstellung der Frau kämpfen – durch passiven Widerstand, öffentliche Proteste bis zu Hungerstreiks. „Wir waren ergriffen davon, wie sehr diese Frauen ihrer Zeit voraus waren“, sagt Regisseurin Sarah Gavron. „Sie kämpften ihren Krieg für uns. Wir profitieren noch heute davon, was sie gemacht haben. Aber kaum einer kennt ihre Geschichte wirklich“, ergänzt Hauptdarstellerin Carey Mulligan. Sie spielt die fiktive Figur der Maud, eine dieser mutigen Frauen, die alles verloren hat, aber ihre eigene Stimme fand. Der Film erschüttert einen in seinen Grundmanifesten, weil so wenig über diese lebensverändernden Kämpferinnen in unserem Bewusstsein ist. Man möchte sich beinahe am Ende des Films in Dankbarkeit und Demut vor den Suffragetten verneigen. Produzent Cameron McCracken bringt es auf den Punkt: „Das ist kein nostalgischer Kostümschinken, der auf erhebende Weise feiert, wie weit es Frauen geschafft haben, sondern vielmehr eine schockierende, aufrüttelnde Erinnerung an die Opfer, die gebracht werden mussten und wie weit Frauen bei ihrem Kampf um Gleichberechtigung immer noch gehen müssen.“ Es gibt noch viel zu tun.

Kinostart: 4. Februar 2016. Foto: Concorde Filmverleih

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